20.08.2017 Wir machten uns klar für einen weiteren Törn mit Freunden aus der Schweiz.

Für alle war es das erste Mal auf unserer Parana II und einem Segelurlaub in dieser Klasse. Es freuten sich alle, endlich Segel zu setzen und die Reise zu beginnen. Der Wind stand gut mit Süd-Südwest und mit 18 Knoten Wind (ca 33km/h) machten wir tolle Fahrt. Nach etwa 30 minütiger Fahrt und abchecken ob alle Segel gut getrimmt und eingesetzt sind, wollte Skipper Timon kurz runter in die Kabine. Kaum gedacht, gab es plötzlich einen Knall und das Gross-Segel (das Hauptsegel am Masten wird Gross genannt) rauscht in einer noch nie gesehenen Geschwindigkeit runter auf den Baum, wo es im geborgenen Zustand auch hingehörte. Doch war es uns eigentlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht nach segelbergen. Situation gleich erkannt, werden die Motoren gestartet und das Vorsegel auch geborgen. Was ist passiert? Das Grossfall ist gerissen. Das Grossfall ist eine lange und starke Leine, welche vom Steuerstand aus dem Masten entlang nach oben zum Masttop geht, wo sie mit Umlenkrolle wieder runter geführt wird zum Tophorn des Grosssegels. Diese Leine, eben Fall genannt, dient dazu das Gross hoch zu ziehen und oben fest zu halten. Nun muss sich dieses Grossfall da, wo es am Masttop fest gemacht wurde über die Zeit durchgescheuert haben, wodurch es zum Ermüdungsbruch kam. Dank richtigem Reagieren kam keiner zu Schaden und die restlichen 10 Meilen nach Villasimius setzten wir unter Motor fort.

So sehen die 130m² Grundfläche von Lagoon500 von oben aus.

In der schönen Marina Villasimius gibt es ein Tauchcenter, von wo aus André, Romana und Jona einen Tauchtag geniessen konnten. In der Zwischenzeit wird das Grossfall von Timon und Katerina neu und richtig eingefädelt und alles wieder instand gestellt. Die folgenden Tage segelten wir weiter der Südöstlichen Küste Sardiniens entlang bis nach Cala Pira, wo wir an vor dem schönen Sandstrand ankerten. Ein kurzer Apéro an Bord, ein bisschen Schnorcheln und baden, bevor es dann für eine Abstecher mit dem Dingi an Land ging. Wo wir uns im zum Strand gehörenden, einzigen Bar/Bistro/Restaurant einen weiteren Drink, einen feinen sardischen Weisswein und wenn möglich frittierte Calamareringe gönnen wollten. Das scho wieder durstige 6-er Grüppchen  (wir) wurde wohl erkannt, jedoch wurde ihm schlicht keine Aufmerksamkeit geschenkt. Die sehr unmotivierte, junge Sardine welche ein T-shirt mit dem Aufdruck „lalala“ trug, schlurfte nach unserer höflichen Bitte um eine Bestellung aufgeben zu dürfen, an unseren Tisch. Die wirklich sehr gut italienisch formulierte Frage nach Weisswein wurde in Englisch mit „nein das haben wir nicht“ quittiert. Auf die Frage nach Calamare gab es auch ein „Nein“. Scheinbar wollte sie uns auch nichts anbieten geschweigen die Menükarte geben, damit wir uns hätten entschliessen können, wofür wir unser Geld da liegen lassen wollen. Die „Lalala“ Bar haben wir dann kurzerhand wieder durstig verlassen und machten uns auf den Rückweg zur Parana II, wo es noch Wein und Honig gab im Überfluss 😉

Ankerplatz bei Torre del Poetto

Ankerplatz bei Torre del Poetto

Was gibt es da zu sehen? Timon und André am Heck der Parana II

Stand-Up-Paddeling bei Torre del Poetto

Menü